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Preisvergleich-Studie

VEA: Kein Wettbewerb und steigende Gaspreise

Nach Angaben des Bundesverban­des der Energie-Abnehmer (VEA) waren die Erdgaspreise in den letzten zwölf Monaten rückläufig, sind im Fünfjahresvergleich aber um rund 60 Prozent gestiegen. Grund sei die Abhängigkeit von der Entwicklung der Heizölpreise, so der Verband.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Hannover (red) - Im Vergleich zum Oktober 2006 sind die Preise für Erdgas um durchschnittlich 8,8 Prozent gesunken, wie das Ergebnis des aktuel­len Gaspreisvergleichs des VEA zeigt. Dies sei aber "nicht das Ergebnis von Wettbewerb auf dem Gasmarkt". Allein die Abnahme bei den Heizölprei­sen im ersten Halbjahr 2007 habe zu der leichten Entlastung für Energiekunden geführt, ana­lysiert VEA-Geschäftsführer Volker Stuke.

In den nächsten Monaten werden die Erdgaspreise "aufgrund der aktuellen Ölpreisrallye förmlich explodieren", prognostiziert er. Nach Ein­schätzung des Verbandes müssen sich die meisten Unternehmen bis April nächsten Jahres auf einen Preisanstieg von mehr als 0,5 Cent pro Kilowattstunde einstellen.

Die aktuelle VEA-Studie mit Preisstand Okto­ber 2007 untersucht 38 Versorgungsgebiete in der gesamten Bundesrepublik. Nach wie vor stellt der Verband erhebliche Preisunter­schiede fest. Das preisgünstigste Gasversor­gungsunternehmen ist wieder EWE Oldenburg in den Versorgungsgebieten Oldenburg, Brandenburg und auf der Insel Rügen. Als besonders teure Versorger hat der Preisvergleich ESB München, entega mit den Versorgungsgebieten der Stadtwerke Mainz sowie HSE Darmstadt und EGS Augs­burg ausgemacht.