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Kostensteigerungen

Verband ruft zu Anbieterwechsel bei Gas und Heizöl auf

Angesichts steigender Heizkosten ruft der Verband der Wohnungseigentümer Haus und Grund zum Öl- und Gasanbieterwechsel auf. Verbraucher sollten den sich entwickelnden Wettbewerb nutzen und auch Angebote der Gasanbieter vergleichen, rät ein Sprecher des Verbands.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Das sagte Verbandssprecher Alexander Wiech der Nachrichtenagentur dapd. Wenn der aktuelle Anbieter den Preis erhöht, rät Wiech zum Wechsel. "Nur so kann man ein Signal auf dem Markt setzen", sagte er. Beim Heizöl seien die Verbraucher es bereits gewöhnt, unterschiedliche Angebote einzuholen. Ebenso könne man auch mit einem Gastarifrechner die Tarife verschiedener Gasanbieter vergleichen.

Steigende Öl- und Gaspreise

Der Energiedienstleister Techem hatte in der vergangenen Woche auf gestiegene Energiepreise für das Jahr 2010 verwiesen. Bei der Heizkostenabrechnung für ölbeheizte Gebäude müssten sich die Bundesbürger einer Prognose zufolge auf eine Kostensteigerung von 30 bis 50 Prozent einstellen. Bei Gas seien es sieben bis acht Prozent. Das liege an einem gestiegenen Heizenergieverbrauch in den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von durchschnittlich über 20 Prozent. Die Entwicklung sei witterungsbedingt.

Dem Deutschen Wetterdienst zufolge war es 2010 mit durchschnittlich 7,9 Grad Celsius etwa 0,3 Grad kühler als im langjährigen Mittel. Der Dezember lag sogar 4,2 Grad unter dem Durchschnittswert.

Gasanbieter werden auch erhöhen

Zudem stiegen laut Techem die Heizölpreise für das Jahr 2010 gegenüber 2009 durchschnittlich um 22 Prozent. Im Gegensatz dazu sei der Gaspreis um 13 Prozent gefallen. Das liege vor allem an der zeitlich verzögerten Preisanpassung. Die Tendenz gehe jedoch auch beim Gasanbieter "deutlich zu einer Preissteigerung", hieß es.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der Verbraucherpreisindex für leichtes Heizöl, das von privaten Haushalten genutzt wird, von Januar bis November 2010 um rund 15 Punkte. Während er im Januar noch bei 111,5 Punkten lag, erreichte er im November bereits 126,7 Zähler. Die Zahlen für Dezember will das Statistikamt am Freitag vorstellen.

Heizkostenabrechnung genau prüfen

Der Sprecher des Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz, sagte, bei der endgültigen Heizkostenabrechnung komme es auch darauf an, ob der Eigentümer oder Vermieter bei Höchstpreisen oder bei einer relativen Preisstabilität getankt habe. Er rät Mietern, die Heizkostenabrechnung für das Jahr 2010 ganz genau zu prüfen. Allerdings hätten die wenigsten Mieter einen Überblick, worauf sie zu achten haben. Als erste Orientierung bietet der Mieterbund eine Checkliste an. Laut Ropertz könne eine Beratung beim Mieterbund "bestimmte Auffälligkeiten" aufzeigen.