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Zuverlässig

Verbraucher im Schnitt zwei Minuten ohne Gas

Die Versorgungszuverlässigkeit des deutschen Gasnetzes liegt weiterhin auf einem hohen Niveau, so die Bundesnetzagentur. Im Jahr 2012 lag der SAIDI-Wert, der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung pro angeschlossenem Letztverbraucher angibt, bei 1,91 Minuten. Die Gasversorgung war somit bei jedem Letztverbraucher nur durchschnittlich knapp zwei Minuten unterbrochen.

Gaswechsel© Eisenhans / Fotolia.com

Bonn (red) - Das entspricht etwa dem Wert in den Vorjahre. "Der erneut niedrige Wert zeugt von einem qualitativ hochwertigen und gut gewarteten Gasnetz", betonte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Die kontinuierlich hohe Versorgungszuverlässigkeit ist auch für die Energiewende von großer Bedeutung. Um die schwankenden Einspeisungen aus den Erneuerbaren Energien ausgleichen zu können, ist der Einsatz von Gas prädestiniert."

Dazu sei ein bundesweites Gasnetz in ausreichender Dimensionierung und mit umfangreichen Speichermöglichkeiten erforderlich, welches in einem einwandfreien, den Regeln der Technik entsprechenden Zustand sowie jederzeit verfügbar ist.

So berechnet sich der SAIDI-Wert

Die Betreiber von Gasnetzen sind dazu verpflichtet, der Bundesnetzagentur jedes Jahr bis zum 30. April einen Bericht über alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen vorzulegen. Aus diesen Meldungen, die für das Jahr 2012 für 721 Gasnetze abgegeben wurden, ermittelt die Bundesnetzagentur den SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index). Bei der Berechnung werden ungeplante Versorgungsunterbrechungen berücksichtigt, die durch die Einwirkung Dritter, durch Rückwirkung aus anderen Netzen oder durch andere Störungen im Verantwortungsbereich des Netzbetreibers verursacht worden sind. Geplante Versorgungsunterbrechungen sowie Unterbrechungen aufgrund höherer Gewalt werden bei der Ermittlung des SAIDI-Wertes hingegen nicht berücksichtigt.