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Quartalszahlen

Verdienstrückgang: RWE verkauft weniger Gas

Der Essener Energiekonzern RWE hat im ersten Quartal weniger verdient als im Vorjahr, hält aber trotz der Belastungen aus dem Kernenergie-Moratorium vorerst an seiner Prognose für 2011 fest. Als Grund für den Rückgang führte der DAX-Konzern vor allem den rückläufigen Gasverkauf an.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Essen (dapd-nrw/red) - Der Stromabsatz sei dagegen stabil geblieben, erklärte RWE am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. Danach stieg der Umsatz von Januar bis März unter anderem wegen höherer Ölpreise um drei Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis ging um fünf Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zurück. Das für die Dividendenberechnung maßgebliche nachhaltige Nettoergebnis sank um sieben Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

RWE rechnet 2011 mit Rückgängen

Für das Gesamtjahr erwartet RWE beim betrieblichen Ergebnis einen Rückgang von rund 20 Prozent und beim nachhaltigen Nettoergebnis von rund 30 Prozent. Die anstehenden politischen Entscheidungen über die Zukunft der Kernkraft in Deutschland würden zeigen, ob und in welcher Höhe RWE 2011 mit zusätzlichen Ergebnisbelastungen rechnen muss, erklärte der Konzern.

Klare Rahmenbedingungen gefordert

"Der von der deutschen Politik vorangetriebene Umbau der Energiewirtschaft ist eine Herkulesaufgabe, die hohe Anforderungen an die Investitionsfähigkeit der Branche stellt", sagte RWE-Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann. Mit seiner Erfahrung und Stärke wolle der Konzern helfen, diese Aufgabe zu bewältigen. Allerdings brauche die Branche dafür zügig klare Rahmenbedingungen.