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Unterzeichnet

Vertrag über erste Gaspipeline zum Kaspischen Raum

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat das Abkommen zwischen der Türkei und Aserbaidschan über eine neue Gaspipeline begrüßt, weil es die Versorgungssicherheit der EU erhöhe. Erstmals werde eine direkte Verbindung von der Europäischen Union zum Kaspischen Meer aufgebaut.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Brüssel (AFP/red) - Das erklärte Oettinger am Mittwoch in Brüssel. Der Vertrag über die Transanatolische Gas-Pipeline (TANAP) war am Dienstag in Istanbul unterzeichnet worden.

Gaspipeline durch die Türkei

Die Pipeline soll ab 2018 Gas aus dem Kaspischen Raum durch die Türkei nach Europa pumpen. Sie werde auf der Ostseite an eine Pipeline in Georgien anschließen und an der türkischen Westgrenze "an eine Vielzahl von vorgeschlagenen Pipelines" in der EU, hieß es in Oettingers Mitteilung.

Ursprüngliche Pläne noch nicht aufgegeben

Zu den möglichen Leitungen auf EU-Seite zählt dabei auch Nabucco-West, die bis nach Baumgarten bei Wien reichen würde, eine Kurzversion des bekannten Nabucco-Projekts. Die Pläne für die ursprüngliche Variante, die die Strecke durch die Türkei einschließt, seien aber noch nicht aufgegeben, sagte eine Sprecherin des Konsortiums am Mittwoch in Wien.

Quelle: AFP