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"Staubschleudern"

Warnung vor Feinstaub aus privaten Holzöfen

Das Umweltbundesamt (UBA) warnt vor Feinstaubbelastung durch private Holzöfen. Insgesamt stießen die Öfen teilweise mehr Feinstaub aus als der Straßenverkehr und seien mit verantwortlich dafür, wenn Grenzwerte überschritten werden. UBA-Präsidentin Krautzberger fordert daher strengere Regeln für den Betrieb.

Kamin© E. Schittenhelm / Fotolia.com

Hamburg (AFP/red) - Nach den Berechnungen der Dessauer Behörde liegen die Emissionen aller Kleinfeuerungsanlagen teilweise über den Gesamtemissionen aus dem Straßenverkehr, wie der "Spiegel" berichtet. Das Umweltbundesamt (UBA) hat demnach Datensätze einzelner Bundesländer aufgearbeitet.

Die privaten Holzöfen und -kamine tragen demnach im Herbst und Winter maßgeblich zur Überschreitung der Feinstaub-Grenzwerte bei. In Deutschland werden dem Bericht zufolge derzeit über 14 Millionen kleine Öfen und 700.000 Kesselöfen für Wohnanlagen betrieben.

Viel Feinstaub un München und Stuttgart

Nach den Modellrechnungen des Umweltbundesamt ist insbesondere Süddeutschland vom Staub der Verbrennungsanlagen betroffen, dort sind es vor allem die Wohlstandsregionen um München und Stuttgart.

Der "Spiegel" zitiert UBA-Präsidentin Maria Krautzberger mit den Worten: "Zu viele Holzöfen und -kamine sind Staubschleudern." Sie forderte, in Kommunen mit hoher Feinstaubbelastung nur noch Anlagen nach neuesten Emissionsstandards zu betreiben. Das Umweltbundesamt hatte bereits vor Jahren vor der Feinstaubbelastung aus Kaminen und Holzöfen gewarnt.

Quelle: AFP