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Genehmigungen

Weitere Entscheidungen zu Strom- und Gasnetzentgelten

Die Bundesnetzagentur hat für neun Strom- und für 19 Gasversorger neue Netzentgelte festgelegt. Die Entgelte der Stromversorger sind bis Jahresende genehmigt worden, die der Gasversorger bis Ende März 2008.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Bonn (red) - Im Wege der Organleihe hat die Bundesnetzagentur jetzt weitere Stromnetzentgeltgenehmigungen erteilt. Dabei ergaben sich Kürzungen der beantragten Kostenblöcke zwischen fünf und 15 Prozent. Insgesamt wurden für neun verschiedene Versorger in Thüringen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern Entgelte festgelegt.

Zudem hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit mit Wirkung zum 1. März 2007 die Stromnetzentgelte der SVO Netz GmbH mit Sitz in Celle genehmigt. Die Kürzung gegenüber den beantragten Kosten beläuft sich auf gut elf Prozent. Zum 1. April 2007 wurden die Entgelte der STAWAG Netz GmbH aus Aachen genehmigt. Hierbei waren gut acht Prozent des beantragten Kostenblocks nicht genehmigungsfähig.

Des Weiteren wurden mit Wirkung zum 1. Mai 2007 die Netzentgelte der Stadtwerke Bochum GmbH, der Gemeindewerke Kahl Versorgungsgesellschaft mbH und der DREWAG Netz GmbH mit Sitz in Dresden genehmigt. Bei der Stadtwerke Bochum GmbH und der Gemeindewerke Kahl Versorgungsgesellschaft mbH waren jeweils rund 14 Prozent der beantragten Kosten nicht anerkennungsfähig. Bei der DREWAG Netz GmbH betrug die von der Bundesnetzagentur veranlasste Kürzung knapp 13 Prozent. Alle Entgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. Dezember 2007.

Weitere Entscheidungen zu Gasnetzentgelten

Die Bundesnetzagentur hat im Wege der Organleihe für die Landesregulierungsbehörden Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern die Entgelte für eine Reihe weiterer Gasnetzbetreiber genehmigt. Die Prüfung ergab Kürzungen gegenüber den beantragten Kosten zwischen vier und 19 Prozent. Insgesamt wurden für 19 verschiedene Versorger in Thüringen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Entgelte festgelegt.

Außerdem hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit die Gasnetzentgelte der LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. KG genehmigt. Bei diesem Unternehmen ergab sich gegenüber den beantragten Kosten eine Kürzung um 13 Prozent. Die Gasnetzentgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. März 2008.

Die Absenkungen bei den Strom- und Gasnetzentgelten ergeben sich aus der Überprüfung der aufwandsgleichen Kosten sowie der kalkulatorischen Ansätze des Sachanlagevermögens, des Umlaufvermögens und der Kapitalkosten der Unternehmen. Die Kostenkürzungen führen in aller Regel zu einer Absenkung der Netzentgelte, die aber in den einzelnen Nutzerbereichen und je nach Nachfragestruktur der Kunden unterschiedlich hoch ausfallen.

Zu den Auswirkungen einer Netzentgeltsenkung auf die aktuellen Strom- und Gaspreise können keine allgemein gültigen Aussagen getroffen werden. So stellen die Netzkosten nur einen Teil der gesamten Strom- und Gasbeschaffungskosten dar. Den Verbrauchern kommt eine Absenkung der Netzentgelte aber in jedem Fall zugute, denn eine etwaige Strom- und Gaspreiserhöhung wird hierdurch zumindest gedämpft.