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Weitere Entscheidungen zu Strom- und Gasnetzentgelten

Die Bundesnetzagentur hat neue Entscheidungen zu Strom- und Gasnetzentgelten diverser Versorger bekannt gegeben. Die Kürzungen gegenüber den beantragten Kosten belaufen sich auf bis zu 26 Prozent. Die Strompreise gelten bis Ende des Jahres, die Gaspreise bis Ende März 2008.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat jetzt im Wege der Organleihe vier weitere Stromnetzentgeltgenehmigungen erteilt - für die Stadtwerke Buchholz i.d.N. GmbH, die Stadtwerke Emden GmbH, die Stadtwerke Gotha NETZ GmbH und die Greizer Energienetze GmbH. Es ergeben sich Kürzungen im beantragten Kostenblock zwischen vier und 13 Prozent. Zudem hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit mit Wirkung zum 1. Februar 2007 die Stromnetzentgelte der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH genehmigt. Die Kürzung gegenüber den beantragten Kosten beläuft sich auf gut zwölf Prozent.

Des Weiteren wurden mit Wirkung zum 1. März 2007 die Netzentgelte der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG, der Stadtwerke Mainz AG und der SEWAG Netze GmbH mit Sitz in Lüdenscheid genehmigt. Bei der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG waren rund neun Prozent der beantragten Kosten nicht anerkennungsfähig; bei der Stadtwerke Mainz AG betrug die von der Bundesnetzagentur veranlasste Kürzung gut elf Prozent und bei der SEWAG Netze GmbH wurden die beantragten Kosten um gut zehn Prozent gekürzt.

Zum 1. April 2007 wurden die Entgelte der SWU Netze GmbH, Ulm, und der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung - Netz GmbH genehmigt. Bei der SWU Netze GmbH waren rund 18 Prozent nicht anerkennungsfähig. Der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung - Netz GmbH wurden gut neun Prozent des beantragten Kostenblocks nicht genehmigt. Alle Stromnetzentgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. Dezember 2007.

Netzentgeltgenehmigungen im Gasbereich

Im Wege der Organleihe hat die Bundesnetzagentur für die Landesregulierungsbehörden Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen und die Entgelte für eine Reihe weiterer Gasnetzbetreiber genehmigt. Es ergaben sich Kürzungen gegenüber den beantragten Kosten zwischen drei und 26 Prozent.

Darüber hinaus hat die Bundesnetzagentur in eigener Zuständigkeit die Gasnetzentgelte der Gasversorgung Main-Spessart GmbH, Aschaffenburg, der SpreeGas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung mbH, Cottbus, und die Entgelte für die beiden Verteilernetze sowie die beiden regionalen Fernleitungsnetze der EWE Netz GmbH, Oldenburg, genehmigt. Die Gasnetzentgeltgenehmigungen gelten bis zum 31. März 2008.

Die Absenkungen bei den Strom- und Gasnetzentgelten ergeben sich aus der Überprüfung der aufwandsgleichen Kosten sowie der kalkulatorischen Ansätze des Sachanlagevermögens, des Umlaufvermögens und der Kapitalkosten der Unternehmen. Die Kostenkürzungen führen in aller Regel zu einer Absenkung der Netzentgelte, die aber in den einzelnen Nutzerbereichen und je nach Nachfragestruktur der Kunden unterschiedlich hoch ausfallen.

Zu den Auswirkungen einer Netzentgeltsenkung auf die aktuellen Strom- und Gaspreise können keine allgemein gültigen Aussagen getroffen werden. So stellen die Netzkosten nur einen Teil der gesamten Strom- und Gasbeschaffungskosten dar. Den Verbrauchern kommt eine Absenkung der Netzentgelte aber in jedem Fall zugute, denn eine etwaige Strom- und Gaspreiserhöhung wird hierdurch zumindest gedämpft.