Startseite
Lobbyarbeit

Weltgrößte Gasexporteure weiter für Ölpreisbindung

Die weltgrößten Gasexporteure haben sich bei einem Treffen in Moskau mit Nachdruck für das Beibehalten langfristiger Lieferverträge und die Ölpreisbindung ausgesprochen. Auch die Trennung von Erzeugung und Vertrieb, wie sie die EU festgelegt hat, sei falsch. Gleichwohl setze man sich nicht das Ziel, ein Kartell zu gründen, hieß es.

Erdöl und Erdgas© Jim Parkin / Fotolia.com

Moskau (dpa/red) - Wer den Vertragspreis für Gas von den Weltmarktpreisen für Öl und Ölprodukten abkoppeln wolle, gefährde die internationale Energiesicherheit, hieß es am Dienstag in einer Abschlusserklärung des zweitägigen Treffens der weltgrößten Gasexporteure. Auf der gleichen Konferenz hatte Russland die von der EU festgelegte Trennung von Erzeugung und Vertrieb von Gas als "diskriminierend" bezeichnet.

Putins beruhigende Worte

Zu dem Treffen waren unter anderem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sowie Evo Morales aus Bolivien und der Iraner Mahmud Ahmadinedschad angereist. Gastgeber und Kremlchef Wladimir Putin sagte, er sehe das Forum vor allem als Diskussionsplattform. "Wir setzen uns nicht das Ziel, Kartellabsprachen zu treffen oder ein Kartell zu gründen", sagte Putin der Agentur Ria Nowosti zufolge.

Bündnis kontrolliert 65 Prozent der Gasvorräte

Das Forum Gas exportierender Länder (GECF) war 2008 in Moskau gegründet worden. Dem eher locker organisierten Bündnis, das rund 65 Prozent der weltweit bekannten Gasvorräte besitzt, gehören unter anderem Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

Quelle: DPA