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Protestbrief

Widerstand gegen Fracking auch in der CDU

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion, Karl-Josef Laumann, hat sich nach einem Pressebericht gegen die umstrittenen Fracking-Pläne der Bundesregierung gewandt. Laumann habe einen Protestbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben, hieß es.

Fracking© VKU/regentaucher.com

Frankfurt/Main (AFP/red) - Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf das ihr vorliegende Schreiben. Darin spreche sich Laumann eindringlich gegen den überarbeiteten Gesetzentwurf aus, mit dem sich das Kabinett in der kommenden Woche befassen wolle. Fracking ermöglicht die Gasförderung in schwer zugänglichen Gesteinsschichten, Kritiker befürchten dabei Umweltgefahren.

Sorge offenbar auch in den Städten

Der "FAZ" zufolge hieß es in dem Brief Laumanns unter anderem, in Nordrhein-Westfalen machten sich die Bürger nicht nur in den ländlichen Regionen wie dem Münsterland oder dem Niederrhein, sondern auch in den Städten "begründete Sorgen über die Gefahren, die von einer möglichen unkonventionellen Erdgasgewinnung durch Fracking mit wassergefährdenden Stoffen ausgehen".

Verlust von Wahlkreisen befürchtet

Laumann bitte Merkel im Namen seiner Fraktion, "im laufenden Gesetzgebungsverfahren darauf hinzu wirken, dass Fracking nach dem jetzigen Stand der Technik nirgendwo möglich wird". Laumann befürchtet nach Informationen der "FAZ", dass die CDU traditionell schwarze Wahlkreise wie im Münsterland verlieren werde, sollte Fracking erlaubt werden.

Quelle: AFP