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Steigende Kosten

Wuermeling kritisiert angekündigte Gaspreiserhöhungen

Wirtschafts-Staatssekretär Wuermeling kritisiert die angekündigten Gaspreiserhöhungen zum 1. Januar. Nicht bei allen Unternehmen seien die gestiegenen Einkaufspreise, die als Begründung angegeben werden, offenbar in angemessener Höhe weitergegeben worden.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Berlin (red) - Dr. Joachim Wuermeling, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, kritisiert die erneute Preisanhebung für die Haushaltskunden von Erdgas zum 1. Januar 2008: "Zwar sind die Importpreise für Gas wegen der Kopplung an den Ölpreis angestiegen. Auch ist es legitim, die Großhandelspreissteigerungen an die Endkunden weiterzugeben, doch nur in der Höhe der tatsächlichen Kostensteigerungen. Dies scheint mir allerdings bei den jetzigen Preiserhöhungen nicht bei allen Unternehmen der Fall zu sein."

Höhere Gaspreise bedeuten eine steigende Kostenbelastung für Haushalte. Solange der Wettbewerb im Gasbereich noch nicht hinreichend Fahrt aufgenommen hat, soll die von dem Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, angestoßene Kartellrechtsnovelle es den Kartellbehörden erleichtern, Preiserhöhungen genau auf möglichen Missbrauch zu überprüfen und schwarze Schafe zu identifizieren. Zudem hatte Glos die Energiewirtschaft in einem Spitzengespräch im Dezember aufgefordert, in ihrer Preispolitik mehr Transparenz walten zu lassen.

Wuermeling weiter: "Intensiver und flächendeckender Wettbewerb bietet aus meiner Sicht den besten Schutz vor überzogenen Preisforderungen der Unternehmen. Die Weichen wurden durch das Energiewirtschaftgesetz auf mehr Wettbewerb gestellt. Die Vorgaben werden auch im Gasbereich durch die Bundesnetzagentur weiter konkretisiert. Die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu einem erleichterten Lieferantenwechsel stellt aus meiner Sicht einen wesentlichen Baustein für mehr Wettbewerb auf dem Gasmarkt dar."