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In den Startlöchern

Zeitung: Macquarie will deutsche Strom- und Gasleitungen kaufen

Die Überlegungen der EU-Kommission zur Trennung von Netz und Produktion im Energiemarkt stoßen bei Investoren auf offene Ohren. Die australische Bank Macquarie will einem Zeitungsbericht zufolge deutsche Strom- und Gasleitungen kaufen und würde dafür auch Milliardenbeträge investieren.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Berlin (red) - "Als langfristig orientierter Investor sind wir an Gas-, Strom- und Wassernetzen auch in Deutschland stark interessiert", sagte Deutschland-Chef Klaus Thalheimer dem Berliner "Tagesspiegel". Macquarie habe guten Erfahrungen mit dem Betrieb von Netzen in Großbritannien und den Niederlanden gemacht, sagte Thalheimer dem Tagesspiegel.

"Dass wir Transaktionen in zweistelliger Milliardenhöhe darstellen können, haben wir in den vergangenen zwölf Monaten bewiesen", so Thalheimer. Die Bank hat zuletzt unter anderem Mehrheiten am britischen Wasserversorger Thames Water und dem französischen Autobahnbetreiber Autoroutes Paris-Rhin-Rhône (APRR) übernommen. Macquarie bereitet außerdem derzeit den Einstieg bei dem hessischen Energiedienstleister Techem vor.

Auch das von der EU-Kommission als Alternative vorgeschlagene Modell, bei dem die Energieversorger ihre Netze an neue Betreiber quasi verpachten, sei für Macquarie unter Umständen interessant. "Wir sind optimistisch, auch in Deutschland bei den Versorgungsnetzen künftig eine größere Rolle zu spielen", sagte Thalheimer.

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