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Neuerung

Zuschüsse für kleine Keller-Kraftwerke soll es auch vorab geben

Zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung wollen die Koalitionsfraktionen im Bundestag den Zuschuss für neue Anlagen ab 2013 erhöhen. Statt der bislang geplanten 0,2 Cent pro Kilowattstunde sollen es nun 0,3 Cent werden. Neu ist auch, dass die Hausbesitzer die Zuschüsse für die kleinen Keller-Kraftwerke vorab bekommen können.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Berlin (AFP/red) - Das sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus Breil, am Montag AFP. Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen, gelten als besonders energieeffizient.

Zuschüsse für KWK werden erhöht

Die Regierung hatte im Dezember einen Entwurf für ein neues Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vorgelegt. Die Fraktionen von Union und FDP beschlossen dann kürzlich, die Vergütung für Strom aus KWK-Anlagen über alle Größen hinweg um 0,2 Cent zu erhöhen, wie Breil sagte. "Berechnungen zufolge ist das Erreichen des Deckels von 750 Millionen Euro im Jahr auch mit diesem Parameter nicht absehbar." Daher seien die 0,3 Cent nun "unser Ziel". Er gehe davon aus, dass die Fraktionen es erreichten.

Für Anlagen, die dem Emissionshandel unterliegen - also große, industrielle KWK-Anlagen - solle die Zulage nochmal um 0,2 Cent pro Kilowattstunde höher liegen, sagte Breil. Sie würden dann bei einem Zuschuss von 0,5 Cent landen.

Auch Nachrüstung wird vereinfacht

Die Abstimmung im Bundestag ist am Donnerstag. Neben der besseren Förderung von Neuanlagen sollen bestehende Kraftwerke mit dem Gesetz leichter nachgerüstet und modernisiert werden können. Hausbesitzer, die sich ein Mini-KWK-Kraftwerk in den Keller stellen und selbst Strom und Wärme produzieren, könnten sich die Förderung auch für mehrere Jahre vorab auszahlen lassen, sagte Breil.

Hiervon erhofft sich die Koalition einen Schub für Klein- und Kleinstanlagen von bis zu zwei Kilowattleistung und damit für den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung. Die Bundesregierung will den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der deutschen Stromerzeugung auf 25 Prozent bis zum Jahr 2020 ausbauen.

Quelle: AFP