Mit dem Ausdruck Gasometer werden mehrere Dinge bezeichnet. Es sind in erster Linie Speicherbehälter für brennbare Gase. Aber auch Messgeräte zur Messung des Gasanteils im Wasser werden teilweise Gasometer genannt. Letztere heißen eigentlich Saturometer, verschiedene Hersteller benutzen aber auch den Ausdruck Gasometer oder Tensionometer.
Ein Gasometer ist ein Reservoir, in dem brennbare Gase gespeichert werden. Dazu gehören Erdgas, Flüssiggas, Biogas und Klärgas. Es gibt mehrere verschiedene Arten von Gasspeichern, sowohl oberirdische als auch unterirdisch angelegte. Vor allem im Ruhrgebiet findet man viele Gasometer, die bis zu mehr als 50 Meter hoch sein können und meist zylindrisch oder kugelförmig sind. Die Gasometer werden nach ihrem Druckbereich eingeteilt oder je nachdem, ob sie Wasser zur Speicherung benötigen oder nicht. Heute wird Erdgas meist in Hochdruck-Gasbehältern gespeichert.
Auch Saturometer zur Gasmessung werden umgangssprachlich oft als Gasometer bezeichnet. Sie werden benutzt, um zu bestimmen, wie viel Gas in Wasser enthalten ist. Dazu wird ein Schlauch ins Wasser eingelassen, an dessen Ende sich ein Drucksensor befindet. Nun wird der Druck im Inneren des Schlauchs gemessen. Das Gasometer zeigt dessen Differenz zum Luftdruck an. Befindet sich zu viel Gas im Wasser, können sich Gasblasen in den Fischen bilden, die zu verschiedenen Krankheiten führen können.
Viele Gasometer wurden früher im Bergbau und Hüttenwesen eingesetzt und werden heute nicht mehr gebraucht. Gasometer, die nicht mehr in Betrieb sind, werden aber oft anderweitig weiter genutzt. In Wien beispielsweise wurden Gasometer durch verschiedene Umbaumaßnahmen in Wohnungen, ein Studentenheim und Orte für öffentliche Veranstaltungen verwandelt. Bekannt ist auch das Gasometer in Oberhausen, ein stillgelegter Gasspeicher, der als Industriedenkmal das Wahrzeichen der Stadt ist. Dort finden beispielsweise Ausstellungen statt.
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