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Gaspreisentwicklung: Steigende Energiekosten für Haushalte

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit hängt am Ölpreis. Meldungen über seine Entwicklung gleichen einer Fieberkurve der Weltwirtschaft. Die Gaspreisentwicklung steht dagegen, trotz der steigenden Bedeutung von Gas als Energieträger, noch etwas hintan, obwohl diese für Millionen von Gaskunden eine große Rolle spielt.

Gaspreisentwicklung für Privatkunden von Bedeutung

Die Gaspreisentwicklung bekommen zahlreiche Haushalte zu spüren, die mit Erdgas heizen, denn die Erdgaspreise sind in den letzten Jahren tendenziell immer weiter gestiegen. Auch zwischenzeitliche Preissenkungen konnten die steigende Gaspreisentwicklung nur kurzfristig bremsen. Kunden können jedoch die Auswirkungen steigender Gaspreise zumindest teilweise kompensieren, indem Sie regelmäßig einen Gasanbieter Preisvergleich durchführen und zum günstigsten Anbieter wechseln. So lässt sich doch einiges an Geld sparen, denn trotz der Gaspreisentwicklung gibt es immer wieder einige günstige Tarife auf dem Gasmarkt, so dass ein Gasanbieterwechsel durchaus lohnt.

Gaspreisentwicklung wird vom Ölpreis unabhängiger

Die Gaspreisentwicklung ist an den Ölpreis gekoppelt und folgt diesem mit etwa sechs Monaten Verzögerung. Ist also der Ölpreis auf einem hohen Niveau, so können Gaskunden etwa ein halbes Jahr später mit steigenden Gaspreisen rechnen. Jedoch kommt immer mehr Bewegung in den Gasmarkt, so gibt es heute bereits einige Gasanbieter, die Erdgas aus unabhängigen Quellen beziehen und damit werben, Gastarife ohne Ölpreisbindung anbieten zu können. Zudem führen oft unterschiedliche Beschaffungsstrategien der Gasanbieter zu größeren Preisunterschieden. Beispielsweise schließen viele Gasversorger langfristige Lieferverträge ab und sind so von der Gaspreisentwicklung unabhängig. Fallen jedoch die Preise, wie es beispielsweise in der letzten Wirtschaftskrise der Fall war, können diese Anbieter nicht so günstige Tarife anbieten wie Konkurrenten, die kurzfristig einkaufen.

Gaspreisentwicklung ist auch eine politische Angelegenheit

Die Gaspreisentwicklung ist und bleibt jedoch auch eine geopolitische Angelegenheit. So wird die Gaspreisentwicklung derzeit von dem Bau zweier Pipelines beeinflusst, dem North-Stream- und dem Nabucco-Projekt. Ersteres soll russisches Erdgas direkt, unter der Ostsee hindurch, nach Deutschland pumpen und damit Polen und die baltischen Staaten umgehen. Das zweite Projekt dagegen wurde konzipiert, um die europäische Gasversorgung von Russland unabhängiger zu machen. Damit soll Gas aus der Kaukasusregion durch die Türkei, unter Umgehung Russlands, nach Europa gebracht werden. Dadurch könnten die langfristigen Preisbindungen, welche für die Gaspreisentwicklung typisch waren, gebrochen werden.

Zudem ist in den letzten Jahren unter anderem durch die chließung neuer Gasquellen und den kostengünstigen Transport von verflüssigtem, sogenanntem LNG-Gas, eine gewissen Dynamik in die Gaspreisentwicklung gekommen. Durch diese Entwicklung kamen neue Gasexporteure wie die USA hinzu. Zudem beginnen die großen Energiekonzerne auch damit, in Europa Gas zu fördern, was in der Vergangenheit oft unrentabel war.

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