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Heizkostenabrechnung ist oft fehlerhaft

Der Schock nach kalten Wintern kommt oft mit der Post, wenn mit der Heizkostenabrechnung des vergangenen Jahres eine enorme Nachzahlung fällig wird. Allerdings sind diese Abrechnungen, besonders für Mietwohnungen, häufig fehlerhaft. Sollten Mieter das Gefühl haben, zu Unrecht hohe Kosten begleichen zu müssen, sollten sie Einspruch gegen die Heizkostenabrechnung einlegen.

BetriebskostenabrechnungWer sein Geld zusammen halten will, tut gut daran, die Heizkostenabrechnung zu überprüfen.© M. Schuppich / Fotolia.com

In Heizkostenabrechnung häufig die gleichen Fehler

Somit weist die Heizkostenabrechnung in mehreren Bereichen oft Mängel auf. Bei der Erfassung des Brennstoffverbrauchs, in erster Linie bei Ölheizungen, kommt es laut Verbraucherzentrale oft vor, dass Anfangs- oder Restbestand fehlerhaft oder gar nicht angegeben werden. Auch können bei der Heizkostenabrechnung Fehler bei der Kostenberechnung der verbrauchten Menge gemacht werden. Wichtig ist es, bei der Berechnung des Heizölverbrauchs und der Kosten den Anfangs- und Endbestand sowie die Heizöllieferungen zu berücksichtigen.

Nicht immer ist die Heizkostenabrechnung schuld

Auch wenn viele Heizkostenabrechnungen Fehler aufweisen, nicht immer ist der Grund für eine hohe Nachzahlung bei anderen zu suchen. Jeder Einzelne kann selbst etwas tun, um seine Kosten zu senken. Am besten ist es, wenn man versucht, durch Energiesparmaßnahmen seine Heizkosten zu senken und sich gleichzeitig nach einem neuen Anbieter umsieht. Ein Gaskostenvergleich mit anschließendem Wechsel hilft, die Kosten im Griff zu behalten.

Bei der Heizkostenabrechnung ist auch die Wohnfläche wichtig

Bei der Erstellung der Heizkostenabrechnung sollte darauf geachtet werden, dass zum einen maximal 70 Prozent der Kosten nach Verbrauch, zum anderen mindestens 30 Prozent nach der Wohnfläche abgerechnet werden. So schreibt es die Heizkostenverordnung vor. Es darf also nicht rein nach Verbrauch abgerechnet werden. Vorsicht ist auch bei einer pauschalen Heizkostenabrechnung geboten. Manchmal wird eine Pauschale für die Gesamtkosten der Warmwasserbereitung festgelegt. Diese ist laut Verbraucherschützern nur in Ausnahmefällen zulässig.

Bei falscher Heizkostenabrechnung Hilfe in Anspruch nehmen

Wer Zweifel an seiner Heizkostenabrechnung hegt und bezüglich des weiteren Vorgehens unsicher ist, kann mit Hilfestellung rechnen. Anlaufstellen sind zum Beispiel die örtlichen Mieterschutzvereine oder Verbraucherzentralen. Es ist aber auch durchaus möglich, sich bereits vor der Heizkostenabrechnung zu wappnen. Verbraucher sollten es sich nicht nehmen lassen, dem Heizungsableser bei seiner Arbeit genau auf "die Finger zu schauen". Zudem kann man beim Techniker nachfragen, wenn Arbeitsschritte, Zahlen oder Ähnliches nicht nachvollzogen werden können. Der Mieter sollte weiter darauf achten, dass ihm eine Kopie des Ableseprotokolls übergeben wird. Ist dies nicht möglich, sollten Verbraucher auch nicht davor zurückschrecken, sich die Zahlen selbst zu notieren.