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Heizenergie

Kosten für die Gasheizung sinken – Öl wird teurer

Mit einer Gasheizung waren Verbraucher im vergangenen Jahr besser dran als mit einer Ölheizung. Während Gas gegenüber 2016 günstiger geworden ist, sind die Ölpreise gestiegen.

Heizung© Herreneck / Fotolia.com

Heidelberg - Für ein warmes Zuhause mussten deutsche Haushalte im vergangenen Jahr rund 5 Prozent weniger Heizenergie aufwenden als 2016. Die Kosten entwickelten sich unterschiedlich: Während Gaskunden ihre Rechnung um rund 10 Prozent senken konnten und damit so wenig zahlen, wie zuletzt vor 10 Jahren, müssen Heizölkunden 16,5 Prozent mehr aufbringen. Das hat eine Auswertung der Tarifexperten von Verivox ergeben.

Öl- und Gaskunden zahlen 2017 etwa gleich viel

Im Vergleich zu den Wintermonaten des Jahres 2016 ist der Heizbedarf 2017 leicht gesunken. Besonders die Monate März und Oktober waren vergleichsweise mild. Über das gesamte Jahr hinweg mussten Verbraucher 5 Prozent weniger Energie verheizen als im Jahr zuvor. War die Gasheizung 2016 noch gut ein Viertel (27 Prozent) teurer als die Ölheizung, zahlten Öl- und Gaskunden 2017 unterm Strich in etwa gleich viel. Ein Musterhaushalt mit Gasheizung zahlte durchschnittlich 913 Euro. Für das Heizen mit Öl wurden im Schnitt 927 Euro fällig. Damit ist das Heizen mit Gas auf Jahressicht 10 Prozent günstiger geworden, das Heizen mit Öl hat sich hingegen um 16,5 Prozent verteuert.

Ölpreise steigen – Gas wird etwas günstiger

Das lag vor allem an der Entwicklung der Ölpreise, der die Heizölpreise tendenziell folgen. Dabei hat die für Europa wichtige Rohölsorte Brent im Laufe des Jahres um 20 Prozent zugelegt. Ein Bündnis aus Opec-Staaten und anderen Förderländern hatte Anfang 2017 ein Produktionslimit beschlossen mit dem Ziel, Öl zu verknappen und so die Preise zu treiben. Gleichzeitig zog die weltweite Nachfrage an. Der Gaspreis ist im selben Zeitraum leicht gesunken. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas steht aktuell bei 5,75 Cent/kWh im Vergleich zu 5,80 Cent/kWh vor 12 Monaten. Das entspricht einem Rückgang von 0,9 Prozent.