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Benzin-Autos sind wieder beliebter - CO2-Emissionen steigen

In Deutschland werden wieder mehr Benzin- und weniger Dieselautos verkauft, so Stefan Bratzel vom Autoinstitut CAM. Und obwohl der Absatz bei batteriebetrieben Fahrzeugen leicht gestiegen sei, würde mehr CO2 ausgestoßen.

CO2© designeo / Fotolia.com

Bergisch-Gladbach - Die deutschen Autofahrer kaufen deutlich mehr Benzin- als Dieselfahrzeuge - und das schadet dem Klima. Stefan Bratzel vom Autoinstitut CAM in Bergisch Gladbach sagte am Freitag, der Marktanteil der Benziner an den Neuzulassungen sei in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 56,5 Prozent gestiegen, der Anteil der Dieselfahrzeuge entsprechend von 46,5 auf 40,3 Prozent gesunken. Die CO2-Emissionen seien um 0,3 Prozent auf 128 Gramm CO2 je Kilometer gestiegen.

Verkauf von E-Autos und Plug-in-Hybriden ist leicht gestiegen

Plug-in-Hybride und batteriegetriebene Fahrzeuge haben ihren Marktanteil in den ersten neun Monaten auf 1,4 Prozent verdoppelt. Die meisten der 34.700 Anträge auf staatliche Zuschüsse seien für E-Autos von BMW, Renault und VW gestellt worden.

In den USA kamen Plug-in-Hybride und batteriegetriebene Autos auf einen Marktanteil von 1,1 Prozent, in China erreichten sie 2,0 Prozent. Dort seien von Januar bis Ende September fast 400 000 solcher Fahrzeuge verkauft worden, fast alle von chinesischen Herstellern. In China müssen Autohersteller ab 2019 eine Elektroquote von mindestens zehn Prozent erreichen.

Experte: Anteil an E-Autos wird ab 2020 deutlich wachsen

Deutsche Hersteller seien gut unterwegs, sagte Bratzel: "Es gibt eine gute Chance, dass die deutschen Hersteller im Langstreckenrennen um den Zukunftsmarkt der E-Mobilität reüssieren." Bis 2020 werde die Elektromobilität nur moderat wachsen. Aber danach dürften das steigende Angebot an E-Autos, leistungsfähigere und billigere Batterien sowie politische Vorgaben ihren Anteil deutlich steigern.

Quelle: DPA