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Gasleitung

Energiefirmen schließen sich für Nord-Stream-Finanzierung zusammen

Für die Finanzierung der Ostseepipeline Nord Stream 2 haben sich mehrere Energieunternehmen zusammengeschlossen. Die Firmen wollen etwa die Hälfte der Kosten für den Bau tragen. Kritische Stimmen erntet das Projekt im Hinblick auf die Abhängigkeit vom russischen Gas.

ErdgasUniper, Wintershall, Engie, OMV und Royal Dutch Shell haben einen Vertrag für die Nord-Stream-Finanzierung unterschrieben.© sss78 / Fotolia.com

Moskau - Fünf europäische Unternehmen haben einen Vertrag zur Finanzierung der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 unterschrieben. Die Konzerne Uniper, Wintershall, Engie, OMV und Royal Dutch Shell einigten sich darauf, 50 Prozent der Projektkosten von 9,5 Milliarden Euro zu übernehmen, wie der russische Energieversorger Gazprom am Montag in Moskau mitteilte. "Wir haben heute einen wichtigen Schritt zur Realisierung des Projektes gemacht", hieß es in einer Mitteilung. Die einzelnen Unternehmen sollen jeweils für bis zu 950 Millionen Euro aufkommen.

Nord Stream 2 soll mehr russisches Gas nach Deutschland bringen

Die Pipeline Nord Stream 2 soll Erdgas von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland leiten und dadurch die russischen Gasexporte von 2019 an auf bis zu 110 Milliarden Kubikmeter im Jahr verdoppeln. Viele nord- und mitteleuropäische EU-Staaten kritisieren, dass Europa zu abhängig von russischem Gas werde. Die Ukraine, bislang das wichtigste Transitland für Gas aus Russland in die EU, fürchtet ausgeschaltet zu werden.

Quelle: DPA