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Energiespeicherung

Mainova wandelt Ökostrom in Wasserstoff um

Eine Pilotanlage zur Energiespeicherung wird in Frankfurt am Main errichtet. Mit solchen Anlagen wird ein Kardinalproblem der Energiewende angegangen: Wohin mit überschüssigem Ökostrom, wie könnte man ihn speichern? Eine Lösung ist, den Ökostrom in Wasserstoff umzuwandeln und im Gasnetz einzuspeisen.

Stromerzeugung© nt / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Frankfurt wird Modellstadt für die Power-to-Gas-Technologie: Die Mainova AG will die bundesweit erste Demonstrationsanlage bauen und betreiben, mit deren Hilfe Strom aus Wind und Sonne in Wasserstoff umgewandelt und in ein kommunales Gasnetz eingespeist wird, hieß es.

Energiespeicher sollen Schwankungen ausgleichen

Die Erforschung und Entwicklung von Energiespeichern sei ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Energiewende, so Mainova-Chef Dr. Constantin H. Alsheimer. Die Speicher sollen die schwankende Einspeisung der Erneuerbaren Energien mittel- und langfristig ausgleichen. Angesichts dessen käme der in dieser Demonstrationsanlage eingesetzten Technologie eine große Bedeutung zu. Sie sei derzeit die einzige erkennbare Technologie, um große Mengen Energie zu speichern und gleichzeitig die Stromnetze unter Nutzung des bereits zur Verfügung stehenden Erdgasverteilnetzes zu entlasten. Das Erdgasverteilnetz könne die Batterie der Zukunft sein, sagte Alsheimer.

Gewonnenes Gas ins Verteilnetz der Stadt einspeisen

Die Anlage wird am Mainova-Heizwerk in der Schielestraße errichtet und soll Ende 2013 in Betrieb gehen. Sie soll pro Stunde rund 60 Kubikmeter Wasserstoff erzeugen und so in einer Stunde 3000 Kubikmeter mit Wasserstoff angereichertes Erdgas in das Frankfurter Verteilnetz einspeisen. Zu den Kosten des Projekts sagte Mainova nichts.