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Verlust von Gasfeldern

Naftogaz verklagt Russland auf Schadenersatz wegen Krim-Verlusten

Der ukrainische Konzern Naftogaz hat beim Schiedshof Den Haag Klage gegen Russland eingereicht. Das Energieunternehmen fordert Schadensersatz wegen Verlusten, die mit der Annexion der Halbinsel Krim zusammenhängen. Der Firma zufolge liegen bereits ähnliche Klagen anderer Firmen vor.

Justiz© GaToR-GFX / Fotolia.com

Kiew - Der staatliche ukrainische Gaskonzern Naftogaz hat Russland auf Schadenersatz verklagt für Unternehmensteile, die durch die Annexion der Halbinsel Krim verloren gegangen waren. Die Klage des Mutterkonzerns und von sechs Tochterunternehmen wurde beim Ständigen Schiedshof in Den Haag (Niederlande) eingereicht, wie Naftogaz am Mittwoch mitteilte.

Naftogaz-Verluste werden auf über 4 Milliarden Euro geschätzt

"Die Verluste der Naftogaz-Gruppe infolge der Okkupation der Krim werden zum jetzigen Zeitpunkt von Experten auf etwa fünf Milliarden US-Dollar geschätzt", hieß es. Das sind etwa 4,2 Milliarden Euro. Der Schaden sei unter anderem durch den Verlust von bereits erschlossenen Gasfeldern im Schwarzen Meer entstanden.

Mehrere Firmen klagen gegen Russland

Basis der Klage ist der Vertrag von 1999 über gegenseitigen Investitionsschutz. Eine Entscheidung wird für Ende 2018 erwartet. Der Mitteilung zufolge ist es bereits die siebte derartige Klage ukrainischer Unternehmen, seit Russland sich 2014 die Schwarzmeerhalbinsel einverleibt hat.

Quelle: DPA