Startseite
Abkommen

Pipeline von Russland nach China soll 2019 in Betrieb gehen

Mit der Gaspipeline "Sila Sibirii", die von Russland nach China führen soll, geht es allmählich voran. Zwischen Energiekonzern Gazprom und dem chinesischen Partner CNPC besteht ein Abkommen für die Inbetriebnahme.

Pipeline© James / Fotolia.com

Moskau - Russland will am 20. Dezember 2019 die neue Gaspipeline "Sila Sibirii" (Kraft Sibiriens) nach China in Betrieb nehmen. Der russische Energiekonzern Gazprom und der chinesische Partner CNPC unterzeichneten am Dienstag in Moskau ein entsprechendes Abkommen, wie die Agentur Interfax meldete.

Gazprom-Chef Alexej Miller sagte demnach, er habe keine Zweifel, dass die Lieferungen nach China Ende 2019 beginnen werden. Weitere Verhandlungen über russisches Gas für China seien für diesen Herbst geplant.

Russland will unabhängiger von dem Verkauf nach Westeuropa werden

Durch die rund 3.000 Kilometer lange Pipeline will Russland künftig 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr nach China liefern. Mit der neuen Leitung in das energiehungrige China will sich die Rohstoffmacht auch unabhängiger machen von Gaslieferungen nach Westeuropa. Ursprünglich sollte das Milliardenprojekt schon 2018 in Betrieb gehen, verzögerte sich dann aber.

Am Dienstag traf sich auch Kremlchef Wladimir Putin mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Moskau zu Gesprächen über die bilateralen Beziehungen. Ende der Woche werden beide beim G20-Gipfel in Hamburg erwartet.

Quelle: DPA