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Öl und Gas

US-Regierung will Offshore-Bohrungen ausweiten

Die US-Regierung unter Donald Trump hat vor, Offshore-Bohrungen nach Öl und Gas in fast allen Gewässern zu erlauben. Davon betroffen wären auch bislang geschützte Bereiche im Atlantik und in der Arktis. Noch sind die Pläne nicht final.

Offshore Anlage© eyeidea / Fotolia.com

Washington - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant, in fast allen Küstengewässern der USA Öl- und Gasbohrungen zu erlauben. Das Innenministerium legte am Donnerstag einen umstrittenen Vorschlag vor, nach dem auch in bislang geschützten Bereichen im Atlantik und der Arktis nach Öl und Gas gebohrt werden könnte. Die Pläne sind aber noch nicht final.

Meinung der Öffentlichkeit soll eingeholt werden

Die sogenannten Offshore-Bohrungen sind in den USA in einem Fünf-Jahres-Plan reguliert. In dem Entwurf schlägt Innenminister Ryan Zinke 47 mögliche Versteigerungen von Bohrrechten in mehr als 90 Prozent der US-Küstengewässer vor. Die Regierung verspricht sich von dem Schritt zahlreiche neue Arbeitsplätze. Das Innenministerium will nun in einem nächsten Schritt die Meinung der Öffentlichkeit einholen, bevor die Pläne finalisiert werden sollen.

Massiver Widerstand auch von den Republikanern

Gegen das Vorhaben regt sich massiver Widerstand - auch von republikanischer Seite. Viele der Regierungen der betroffenen Bundesstaaten sind gegen Offshore-Bohrungen an ihren Küsten. Auch von Floridas republikanischem Gouverneur Rick Scott kam Kritik. Es sei seine oberste Priorität, Floridas Natur zu schützen, betonte Scott. Er habe um ein Treffen mit Innenminister Zinke gebeten.

Trump hatte das Innenministerium im vergangenen April angewiesen, zu prüfen, ob mehr Öl- und Gastbohrungen möglich sind.

Update: Keine Ölbohrungen in Florida

Florida muss keine Ölbohrungen vor seinen Küsten erlauben. Der US-Bundesstaat werde nicht für den Bau von neuen Gas- und Ölförderplattformen berücksichtigt, teilte US-Innenminister Ryan Zinke am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Quelle: DPA